Dear Hélène

Helenes_herbarium_wild_flowers 2Helenes_herbarium_wild_flowers 3Helenes_herbarium_wild_flowers 4Helenes_herbarium_wild_flowersHelenes_herbarium_wild_flowers 5Dear Hélène,

Periwinkle, violets, primroses and cowslip, a few forget-me-nots. This is what you picked, 135 years ago, and this is what I picked, today, 1500km away, but close to you, in my heart. I have been thinking of you, as I always do when I flip through your herbarium that you started with in 1884, sixteen years old, and when I see certain dates and certain flowers.

You didn’t know that I would read your notes and admire your posies more than a hundred years later when you gathered all those flowers on your walks in Haute-Savoie. And you didn’t know that your beautiful herbarium would be of such an inspiration to me.

Sometimes I wonder what remains. When we post about all those walks on our blogs, on Instagram, when we share photos of picnics in the green, of spring days, of bouquets we have picked. Will someone sit and admire all those many photos and think of us, 135 years later? Will someone say: You inspired me so much and I wish I could have followed you on your walks on rocky mountain paths, through meadows and fields?

I wonder. And once again I am so grateful I can meet you every now and then, dear Hélène. Thank you for the inspiration.

Warmly,

Juliane

[I often find myself flipping through this herbarium, thinking of Hélène Rück and her walks. Ten years ago, I found this album with pressed flowers in an antiquarian book shop in Leipzig, Germany. I have no idea how it ended up there, hidden in in a dusty box under piles of old books. I don’t know much about the girl who filled all the pages with her memories, only that she spent a lot of her holidays together with her family in Saint Gervais, France. To the day, the 19th of April 1885, Hélène picked a bouquet of wildflowers on a spring walk that she documented in her little album.]

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11 Comments

  1. Flodesneiges

    Dear Juliane,
    It’s such a moving and inspiring post!
    I’m sure there will be someone admiring your photos and stories in 135 years, and finding inspiration and peace, and fun and dream and love in it <3
    Flo :)))

    • Thank you for your kind words, dear Flo! For now I am happy if people find inspiration and peace, fun and dreaminess in my work and here on the blog, but I might start to make a herbarium myself this year…

      Hope all is well and that you and your family are enjoying spring!

  2. Such a wonderful treasure. It’s so great that you found it, and kept it, and are sharing it with us. Thank you Juliane !

  3. Sehr romantisch! Das setzt natürlich die Phantasie in Gang: Was für ein Leben hat Hélène in der damals doch bald recht bewegten Zeit gelebt? Wo hat es sie hingeführt? Dass heutige Blogpostings in 135 Jahren noch gelesen werden, wage ich allerdings zu bezweifeln. Vielleicht reicht meine Phantasie auch nicht aus, mir das Verhalten kommender Generationen vorzustellen, aber wir sammeln heute schlicht so viel an digitalem Output an – von Fotos über Postings über Dateien über was weiß ich – , dass wir ja schon oft selbst den Überblick verlieren. Also ich jedenfalls. Für unsere Tochter wollen wir jedenfalls unbedingt echte Fotos entwickeln lassen. Eigentlich. Das Problem ist: Bisher können wir uns nicht entscheiden, welche – bzw. haben keine Zeit, sie zu sichten. Es sind schon zu viele. Dabei ist sie erst anderthalb.

    • Liebe Stella, vielen Dank für Deinen schönen Kommentar.

      Ja, ich denke oft darüber nach, was für ein Leben Hélène wohl geführt haben mag. Ihren Aufzeichnungen zu entnehmen war die Familie finanziell besser gestellt (sonst hätte man sich wohl solche Urlaube und Ausflüge nicht leisten können). Vielleicht gelingt es mir irgendwann, den wenigen Spuren nachzugehen und mehr über Hélène herauszufinden…

      Ich stimme Dir völlig zu in dem Punkt, daß in 135 Jahren wahrscheinlich niemand durch alle diese Datenmengen wühlt, um sich ein Bild von uns zu machen. Das geht ja selbst mir so, ich lese immer mal wieder in alten Briefen, die ich aufbewahrt habe – aber in alten Emails? Nein, das dann doch eher nicht. Ich finde es schön, daß Ihr für Eure Tochter ein richtiges Album mit richtigen Bildern zusammenstellen möchtet. Darin sollte auch ich besser werden, es gehört aber zu den vielen Aufschieb-Projekten, wohl auch deshalb, weil ich die Menge an Bildern (und das damit verbundene virtuelle Chaos auf diversen Festplatten) erdrückend finde.

      Ganz herzliche Frühlingsgrüße aus dem Norden!

      • Ja, mach das mal! Da kann man ja eine richtige romantische Reise draus machen (gerade wünschte ich, ich hätte auch so ein Herbarium – wissen Kinder heute überhaupt noch, was das ist?). Ich nehme mir auch immer wieder vor, richtige Briefe zu schreiben, wie früher immer, die sind ja heutzutage echte Geschenke. Aber oft reicht es nicht mal für Postkarten aus dem Urlaub. Ich lebe übrigens auch in Schweden, in Helsingborg. Gar nicht mal so weit weg von Björkåsa, sofern ich das richtig recherchiert habe.

  4. Åh, vad roligt! Das habe ich Morgen beim virtuellen Spaziergang auf Deinem Blog übersehen! Dann sind wir für schwedische Verhältnisse ja beinahe Nachbarn – wir wohnen in Ljungarum, 15km südlich von Hässleholm. Dann ganz sonnige Grüße aus dem nordöstlichen Teil Skånes!

    • Ah, dann gibt es mehr Björkåsas als ich dachte, ich hatte einen Hof hier in der Kommune Landskrona gefunden, das wäre in der Tat richtig nah gewesen. Euer Ljungarum gibt’s offensichtlich nicht bei Google Maps, da landet man bei Jönköping und das stimmt ja nicht so ganz. Aber bei Eniro hab ich’s gefunden. (Ich neugierig? Nööööö. ;) )

      • Haha, ja, das stimmt! Dabei heißt unser Hof ganz offiziell Björkåsa, auch in der Adressbezeichnung bei Eniro, Hitta.se, Skatteverket etc. Nur Google weiß von nichts ;-)

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